Ab 1. April: Doppel-Märzen - Doppel-waaas??

Aktionsbier Apr. 01, 2021

In der bayerischen Brauordnung von 1539 war angeordnet, daß Bier nur "zwischen Michaeli und Georgi" gebraut werden durfte  -  also zwischen dem 29. September und 23. April eines jeden "Braujahres". Dies vor allem deshalb, weil die Brandgefahr beim Biersieden im Sommer zu hoch war und das beliebte untergärige Bier aufgrund der mangelnden Kühlmöglichkeiten im Sommer nicht überleben konnte.
Um aber auch im Sommer noch untergäriges Bier trinken zu können, braute man als letzten Biertyp vor der Zwangspause ein besonders haltbares Gebräu ein. Erreicht wurde dies durch eine höhere Stammwürze (= mehr Alkohol) und stärkere Hopfung (Hopfen konserviert).
Dann lagerte man dieses Bier in den tiefsten Keller ein, packte ordentlich Stangeneis oder Eisblöcke aus dem letzten Winter drauf und pflanzte auf den Keller als Sonnenschutz noch große Roßkastanien. So entstand übrigens der allseits beliebte Biergarten  -  aber das ist eine andere Geschichte....
Da dieses im März gebraute, stärkere Bier nun besonders lange haltbar war, wurde früher selbst auf dem Oktoberfest oft Märzenbier als Standardbier ausgeschenkt. Merke: Das Märzenbier wird nicht im März getrunken, sondern im März gebraut!

Und so laden wir Sie ein, unser besonders starkes und süffiges "Doppel-Märzen" zu probieren  -  von unserem Brauer Simon Zink mit Liebe zur Tradition Anfang März eingebraut...

Die technischen Daten:  
Stammwürze:  16,1%
Alkohol:  6% vol.
Hopfen:  Hallertauer Perle, Hallertauer Saphir, Simcoe
Charakter:  Bernsteinfarben, süffig, leichte Fruchtnote aus dem Simcoe-Hopfen

Flaschenfüllung 1 Liter für 4,50 EUR

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Ralf Störzbach

Dipl.-Braumeister (TU-München Weihenstephan) und Geschäftsführer

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